Therapie der Infantilität

Werde Dir Deiner Infantilität bewußt mittels Deiner Träume und Deines Verstandes. Frage Dich: "Wo verhalte ich mich wie ein Kind, nicht wie ein Erwachsener?" Dann erziehe Dich und Deinen Partner. Wenn er beleidigt spielt, frage ihn, wann Du ihn aus dem Kindergarten abholen sollst. Um 14 Uhr, 12 Uhr oder um 23 Uhr? Er möge das Maulen innerhalb von 4 Wochen soweit abstellen, daß er nur noch 5 Minuten lang mault. Das Ziel ist: 2 Sekunden lang maulen, am besten gar nicht mehr maulen.

Verzeih Dir und Deinem Gegenüber das infantile Verhalten. Fordere dennoch Erwachsensein bei ihm und bei Dir ein. Schritt für Schritt. Das kann dauern. Einer ist hierbei der Führende, zumeist die Frau, denn der Mann hat im Allgemeinen weniger tiefenpsychologisches Verständnis.


Therapie der infantilen Sexualität

Wenn Du als Ehemann feststellst, daß Deine Frau Dich nicht küßt, Dich wenig beachtet, von sich aus nicht im Bett aktiv wird, dann sag ihr das. Zeige ihr Deine Lust. Sag ihr, daß ihre Infantilität und ihre Elternbindung sie an der Sexualität hindern. Daß Du nicht ihr Bruder seiest, nicht ihr Vater oder nicht ihre Mutter. Daß es gut sei für Euch beide, wenn ihr Sex habt. Sie möge das ändern, ihren elterlichen Sumpf und Nebel verlassen.
Sei Dir aber darüber im Klaren, daß auch Du auf Deine Art und Weise den gleichen Grad an Entwicklungshemmung aufzuweisen hast wie Dein Partner. Hochgradig infantil gehört zu hochgradig infantil. Anders ausgedrückt: zwei Infantilwelten stoßen mit Euch aufeinander. Der Schwergebundene findet immer zum Schwergebundenen. Du bist nur scheinbar besser in Deinem Verhalten.
Also, erzieht Euch Beide und fördert keine Trennungsabsichten! Diese dienen allein der Aufrechterhaltung der infantilen Kinderwelt: "Tochter, Du bleibst unser!" Oder: "Söhnlein, mein!"

Erwachsenwerden ist das Ziel. Genieße Deine erkämpfte Freiheit, aber paß auf, daß der Freiraum nicht zu groß wird, denn dann freuen sich Eure Eltern im Grabe oder anderswo und lachen sich ins Fäustchen, daß Ihr Euch immer weiter voneinander entfernt. Übt Liebe und Sex in Nähe und Abstand. Habt Kinder – drei an der Zahl – bleibt ein Leben lang treu.


Infantilität und Sexualität

Der Sex in Treue mit einem Partner als Ausdruck größter Nähe bleibt beim Infantilen und Elterngebundenen nicht selten auf der Strecke. Ausbruchsschuld bewirkt, daß die Nähe, die Intimität und die Lebensfreude darben.
Mache Sex, mindestens einmal in der Woche, wenn Du magst, öfter, damit es Euch gutgehe. Nähe ergibt sich vor allem durch Liebe oder Essen, Radeln, Wandern zu zweit oder beim gemeinsamen Teetrinken und eben durch das Sexuelle. Dann erfolgt Abstand, damit Du die Nähe wieder genießen kannst.


Warum es wichtig ist, mit meinem Mann Liebe zu machen:

Eine 35jährige Groß- und Außenhandelskauffrau schreibt:

"Weil ich mich dadurch von meiner Herkunftsfamilie ablöse. Ich habe gestern gemerkt, wie Vater und Mutter an mir gezogen haben.
Nur Erwachsene machen Liebe.
Liebe machen macht mich weicher. Ich werde insgesamt liebevoller. Mit den Kindern und auch im alltäglichen Umgang mit Harald.
Harald und ich werden zu einem richtigen Paar, das nicht so sehr angreifbar ist.
Ich lerne, mich weiblich und schön zu fühlen.
Ich lerne, ihn zu lieben, seine Bedürfnisse zu erfüllen."


Wo und wie ich das Infantile in mir besiege

Hierzu berichtet sie:

"Ich hatte Sex mit meinem Mann. Es fühlte sich an, wie ein Kampf gegen mich selbst. Nachdem ich laut geheult habe, mich geschlagen habe, mich immer wieder abgewendet habe, aber nicht aufgehört habe, habe ich mir immer wieder gesagt, daß ich es darf, Sex mit ihm haben. Es fühlt sich an, als ob die Stimmen in mir laut geschrieen haben, um mich davon abzuhalten. Die Nähe zu meinem Mann tat mir gut.
- Ich habe keinen Schluck Alkohol getrunken.
- Anstatt in der Nacht um 1 Uhr bin um 23 Uhr ins Bett gegangen.
- Mein Sohn Matthias ist krank. Ich werde sehr gefordert. Früher bin ich sofort vorwurfsvoll gegen meinen Mann geworden, weil er mich alleine läßt. Ich verstehe, daß es wichtig ist, daß er in Süddeutschland ist, und habe ihm einen erfolgreichen, schönen Tag gewünscht.
- Ich gehe zum Zahnarzt, vor dem ich mich lange gedrückt habe."

 

Ein 34jähriger Beamter schreibt zu seiner Hausaufgabe:

Wie und wo ich erwachsen werde:

"- Ich reglementiere mich, was meinen Schokoladenkonsum angeht; früher habe ich soviel gegessen, bis mir schlecht wurde.
- Ich wache über mein Konsumverhalten, ich gehe mit dem Geld verantwortungsvoller um.
- Ich treffe wichtige Entscheidungen; ich überlasse diese nicht nur meiner Frau.
- Ich stelle mich Konflikten.
- Ich kann mich besser abgrenzen, wenn es zu unangenehmen Situationen kommt; ich halte dieser besser aus.
- Ich lasse mich bzgl. meiner Arbeitsmotivation nicht so gehen und motiviere mich."

 

Schuldgefühle halten Dich zurück

Schuldgefühle halten Dich fest in der Kindheit. Schuldgefühle bewirken das plötzliche Umschlagen von guter Stimmung in Mißlaunigkeit. Das Schuldgefühl verdirbt Dir und Deinem Partner einen schönen Feierabend oder die Vorfreude auf die Hochzeit. Schuldgefühle vermiesen Dir das Tanzfest oder die Freude auf die Schwangerschaft. Schuldgefühle rufen nach der Geburt Deines zweiten Kindes Angst in Dir hervor. Hinter dem Schuldgefühl steht der ungelöste Konflikt, das Erlebnis aus Kindheit und Jugend, das Dich nicht losläßt. Es ist wie ein dunkler Spruch, der über Dich herrscht. Das ist alles nicht wahr? Das kann alles nicht sein? Das zeigt die Erfahrung mit Tausenden von Menschen und 40.000 Träumen.

Schuldgefühle verderben einem auch die stattgefundene Entwicklung. Du hast Dir das dritte Kind gegönnt, doch sofort schlägt das innere, elterliche Verbot zurück, welches da lautet: "Gründe keine eigene Familie, indem Du drei Kinder hast, bleib unser. Habe Streit mit Deinem Partner, Du verlierst alle Freude am Sex." Du zeigst Ausbruchsschuld, symbiotische Symptome wie Depression oder Angst als Zeichen Deines erfolgten Reifungsschrittes. Werde Dir dessen bewußt, halte es aus und gehe gegenan.

Das Unbewußte des Menschen arbeitet in der Tiefe, an der Oberfläche des Hirns findet sich lediglich die Mißstimmung. Du weißt nicht, was mit Dir geschieht: Aufklärung bewirkt hier Abhilfe: Du kannst Dich über infantiles, symbiotisches Verhalten, über Ausbruchsschuld, Bindung, Schuldgefühle, Angst, Depression und Entwicklung in den Büchern von Dr. Flöttmann darüber erkundigen, wie elterliche Bindungsgewalt sich äußert, elterliche Verbote und Gebote im Unbewußten wirken. Innere Botschaften steuern Dich, Schuldgefühle belasten Dich, obwohl Du Dich ausleben willst. Dein Wille nehme Gestalt an!

 

 

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