Tot oder lebendig

Alles lebt. Die Erde, der Kosmos, die Tiere, die Menschen, die Pflanzen, sie sind alle in ihrem Sinne höchst lebendig. Sie bestehen aus Atomen, Ionen, Elektronen und anderen Teilchen, die sich voller Energie umeinander bewegen, sich anziehen, abstoßen, teilen, zerfallen oder vereinen.
Der Begriff Materie kommt aus dem griechischen Mater und heißt Mutter. Alles gebiert der Kosmos, die Große Mutter, und fällt in ihn zurück. Der vom Menschen geschaffene Unterschied zwischen lebendig und tot ist künstlich, er bezeugt die Angst des Menschen vor Nähe und Verschlungenwerden durch die Große Mutter. Der Zustand des Totseins betrifft allein den Organismus, den Körper, da die Seele vor allem des Menschen in gewisser Art zunächst fortbesteht in der Erinnerung der Anderen. Teile der Seele mögen sich mittels der Kultur über Jahrtausende spiegeln. Mehr oder weniger beseelt sind alle Dinge. Sind sie am Ende ihrer Aufgabe, ihres Lebens, so hauchen sie ihre Seele aus, bei vielen Lebewesen ist der letzte Atemzug getan. Mit dem Hirntod stirbt die Seele. Wenigen Seelen, Hochbegabten oder Extrem-Persönlichkeiten ist es gegönnt, auf Dauer fortzubestehen.


August 2013

 


 

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