Spott

Spott dient der Aufrechterhaltung der Symbiose. Wer spottet, der hat keine Heimat. Spott macht einsam. Der Spötter ist überheblich, früher übermäßig geliebt, mißachtet oder mißbraucht. Das ewige Herziehen über sich, den Anderen, über diese Welt, die so schlecht ist, daß man in ihr kaum leben mag, schürt die Sehnsucht nach infantiler, mütterlicher Umfangen- und Geborgenheit, die es in der Realität nicht gibt.

Spott dient auch der Abwehr von Verletzung und Trauma, welches der Spötter in der frühen Kindheit erlitten hat. Die Wunden werden von ihm verkleidet, versteckt hinter der Mauer des Lachens, des Grinsens, der Häme und des Hohns.

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