Piercing

Piercing stellt eine Form der Abwehr dar. Abgewehrt wird die Bindung an das elterliche Objekt, welches sich der Betroffene in Gestalt des Eisens einverleibt. Er setzt sich mit Mutter oder Vater nicht auseinander, sondern trägt sie als böses oder gutes Objekt ständig bei sich. So bilden sie eine unlösliche Einheit. Erst im Laufe der Entwicklung, vor allem der psychotherapeutischen, ist der Betroffene bereit, sich von dem Metallstück zu lösen, dem verkörperlichten mütterlichen oder väterlichen Objekt. Die tägliche Erfahrung mit Patienten unterstützt diese Thesen.
Hierzu der Traum einer 43jährigen Krankenschwester: "Ich habe mich mit Menschen unterhalten und habe meine eigene Nase gesehen. Ich hatte so etwas wie einen blauen Pfropfen in der Nase. Den haben die Anderen aber nicht gesehen. Ich habe ihn entfernt." Diese Frau trägt einen Nasenring, den sie zum ersten Mal kritisch betrachtet. Nach diesem Traum ist sie spontan von sich aus bereit, ihn herauszunehmen.

Eine 23jährige Frau sagt zu ihrem Nasenpiercing, nachdem sie es für drei Tage herausgenommen hat: "Ich mußte es wieder hineintun, weil ich mich so leer fühlte, als es draußen war." Dieser Satz zeigt, welch hohen Stellenwert das Piercing für diese Frau einnimmt.


Traumsymbol Piercing

Das Piercing steht für ein Elternteil, das der Träumer stets bei sich trägt. Manchmal befreit er sich unter Schmerzen und Blutvergießen von dem elterlichen Objekt.

Vorkommen: sehr selten (10 Träume von 42 000)

 

Träume zeigen neue Wege

 

 

Der Artikel ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne Zustimmung des Autors unzulässig und strafbar. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, die Einspeicherung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.

Zurück zur Startseite