Familienglück

Als Psychiater trete ich für eine starke Familie ein. Ich bin aber auch derjenige, der dafür verpönt ist, daß er Familienbande aufbricht. An der Familie kann man krank werden, eine Fülle von Symptomen und psychiatrischen Krankheiten entwickeln. Die Familie ist der Hort des Glücks, der Seligkeit, der Zufriedenheit, der Geburt, des Großwerdens, der Sicherheit.

Findet in einer Familie ein Zuviel an Geborgenheit und Ordnung statt, gibt es psychosomatische Krankheit, Angst, Bindungsängste, Verbiegung, Neurose, Demütigung und Unterwerfung. Gibt es ein Zuwenig, so folgen Verwahrlosung und Bindungslosigkeit. Zerbricht eine Familie, so nimmt die Seele der Kinder und Eltern Schaden.

Die Familie ist ein Krug, den es bis zum 18. Lebensjahr zu bewahren gilt. Familienglück will erstrebt und erkämpft sein. Es scheitert, sobald Vater und Mutter sich enttäuscht zurückziehen, das Suchen nach Liebe und Sex im Partner aufgeben. Familienglück zerschellt, wenn andere Mächte herrschen, als da sind: Infantilität, Eifersucht, Ängste, Süchte, der Fluch bindender Elternhäuser. Das Glück der Familie will täglich geübt sein: Seid zärtlich, sagt Euch die Wahrheit, erzählt Euch Eure Träume, kümmert Euch um das Wohl der Kinder. Sie brauchen die Brust der Mutter, ihre Nähe und Wärme. Sie brauchen die führende und sichere Hand des Vaters, welche sie durch das Leben geleitet.

 

 

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