Der verträumte Mann

Ein 25jähriger Student berichtet: "Ich schiebe Aufgaben auf, die ich erledigen will. Ich bin wie gelähmt. Ich habe nur wenig Energie und selten ein echtes Feierabendgefühl. Wenn ich darüber nachdenke, fühle ich Wut. Es ist Stagnation oder sogar Rückschritt. Über Jahre hatte ich zwar auch Fortschritte, aber ich könnte bereits viel weiter sein. Darüber hinaus hält mich die im Unterbewußtsein nach wie vor vorhandene starke Elternbindung zurück. Ich habe das Gefühl, daß ich es alleine nicht schaffe. Gegen mein Unterbewußtsein habe ich allein keine Chance. Um so besser, daß Dr. Flöttmann dabei ist, sich meines Falles anzunehmen. Ich glaube, daß ich so ein Stück weit eine Befreiung erleben kann und der Rucksack, den ich mit mir schleppe, von Mal zu Mal leichter wird. Ich habe mich für Wachstum und gegen Schlappmachen entschieden. So habe ich Stück für Stück all meine Klausuren und Hausarbeiten geschafft, indem ich früh aufgestanden bin, 6 bis 8 Stunden gelernt habe und mit Freunden zur Belohnung ausgegangen bin."

Werde, der Du bist! Was heißt das? Für den Mann bedeutet das, daß er ein Mann zu werden hat, so wie seine Erbanlagen es ihm ermöglichen. Zeige, was in Dir steckt, wohin Du gehörst! Folge Deinem Herzen, folge Deinen Träumen. Vertraue auf Deine innere Stimme! Zeige Deine Liebe Deiner Frau! Verlasse die Gefilde Deiner Kindheit! Trete aus dem Schatten der Eltern heraus. Das ist ein dorniger Weg. Gönne Dir eine Frau in Liebe und Treue! Überwinde Deine Süchte! Stehe zu Deinem Mannestum, lasse Dich nicht verbiegen durch die Worte der Frauen! Setze Dich durch in Wort und in Tat! Führe und überzeuge durch Vorbild und Standhaftigkeit. Sei treu und anständig Dir gegenüber, Deiner Frau, Deiner Familie und Deinen Mitarbeitern. Sorge für Ordnung und Recht dort, wo Du lebst.

Wie kann ein Mann sich in der Welt der Erwachsenen wohlfühlen, wenn er ein Kind geblieben ist? Ich habe mehr und mehr hochintelligente erwachsene, junge Männer in meiner Praxis, die in der Welt des Universitätsalltags, der Arbeit, der Selbständigkeit nicht zurechtkommen.

Den Jungen und den jungen Männern fehlen von Kindesalter an männlich-autoritäre Strukturen, mit denen sie sich identifizieren können und die in ihnen einen klaren, hellen Geist schaffen. Sie lehnen es ab, als Mann aufzutreten: fest wie ein Panzer, wehrhaft wie ein Tiger, sexy wie eine Kröte. Das Versinken im mütterlichen Schoß, im Computerspiel, in der Strukturlosigkeit, in der Passivität, in der Symbiose, in der Infantilität trifft viele Jungen und junge Männer, da männliche Vorbilder weitgehend abgeschafft sind. Schuldgefühle impfen ihnen ein, daß es unschicklich sei, männlich-fest aufzutreten. Das Bild des Mannes ist das eines wiegenden, flachen Halmes, eines unterwürfig-dienenden Hans im Glück, der seine Ziele nicht erreicht, der Partnerschaften wechselt wie die Hemden, dem die innere und die äußere Klarheit, Standfestigkeit und Treue fehlen. Was ist zu tun? Entwickle all diese Eigenschaften.

 

 

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