Der Vater

Das Kind braucht den Vater. Der Sohn noch mehr als die Tochter. Väterliche Strukturen sind erforderlich für die seelische Gesundheit des Einzelnen. Was heißt das? Das bedeutet, folgenden Spruch zu erfüllen: "Zucht, Ordnung, Disziplin, Gehorsam, Opferwilligkeit." Wem gegenüber? Sich selbst gegenüber, aber auch der Gemeinschaft. Damit der Sohn dazu in die Lage kommt, muß er lernen, Aufgaben zu erfüllen, sich an Leistung zu erfreuen, Hausaufgaben zu erledigen, weil der Vater sich um ihn kümmert, ihn lobt, wenn er sie gut gemacht hat. Ein Bruch zum Vater oder Trennung von ihm ist für die Kinder immer ein schwerer Schaden.

Der Vater ist wie die Mutter von herausragender Bedeutung. Er sorgt für Struktur und Grenzen. Dieses kann von seiner Natur her am besten der Vater, weil er sich leichter als die Große Mutter abgrenzen kann. Er führt den Sohn heraus aus den mütterlichen Fängen, hinein in die Welt des Bewußtseins, der Ordnung, der Festigkeit und Klarheit. Damit das Kind, vor allem der Sohn, später nicht in die selbstherrliche rechts- oder linksradikal ideologische Szene abdriftet, sind väterliche Strukturen zu Hause, im Kindergarten, in der Schule und in der Gesellschaft notwendig.
Der Sohn braucht den starken Vater, der ihn führt. Ungern würde er das später vor dem Vater zugeben. Aber er zeigt es ihm dadurch, daß er auf ihn wartet, er seine Nähe aufsucht, ihn fragt – und selber gern vielfacher Vater in einer festgefügten Familie wird.

 

 

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