Der Trotz

Trotz ist ein Zeichen kindischen Verhaltens. Der Trotzige ist nicht in der Lage, sich auf eine Autorität einzulassen, weder auf einen Dirigenten im Orchester, noch auf eine ärztliche Autorität, auf einen Lehrer oder auf den Chef im Büro. Der Trotzige ist sich seiner Bockigkeit oft nicht bewußt. Konfrontiert man ihn mit seinem trotzigen Verhalten, mit seiner Trotzstimme, seinen ewigen Widerreden spielt er fassungslos oder beleidigt.

Eine 23jährige Studentin schreibt: "Ich bin immer schon ein Trotzkind gewesen. Ich habe als Kleinkind geschrieen, bin ohnmächtig geworden, habe mich weggeschrieen, und so habe ich meinen Willen durchgesetzt. Später beim 'Mensch ärgere Dich nicht' habe ich vor Wut alles runtergeschmissen, wenn ich nicht gewonnen habe. Also ließen mich meine Eltern gewinnen. Auch habe ich mich unkontrolliert verhalten, damit ich bestimme. Oft war ich beleidigt und sauer. Das will und muß ich ändern."

 

 

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