Amazonen der Neuzeit

Den Männern die Arbeit wegnehmen und sich auch, nämlich die Pflege und Sorge um die Kinder. Das kann die moderne Frau. Sie ist Mann und Frau, wunschlos glücklich in der Rolle der Alleskönnerin Pippi Langstrumpf. Was soll das? Das ist nach Le Bon, dem französischen Arzt, Untergang der Systeme, der Kulturen(1). Diese laufen sich kaputt, um neu zu beginnen oder gänzlich unterzugehen. Der Jugend bleibt der Kampf, den Alten der Rest, der Genuß, denn sie haben gekämpft.

Macht Kinder, d.h. habt Freude, Liebe und Arbeit. Ora et labora! Bete und arbeite stehen am Beginn und auf dem Höhepunkt einer jeden Kultur.

Die Kinder-Vernichtungspille als Kampfmittel der Frauen und des Systems zur sog. Selbstverwirklichung hat den Weg geebnet in die Verantwortungslosigkeit der Ewigen Kinder(2). Sie zeugen keine Kinder, sie bleiben selbst ein Kind, gebunden an Mama und Papa. Die "Große Mutter" gibt ihre Kinder niemals kampflos her(3). Sie kennt viele Tricks und Wege, ihre Kinder klein zu halten, bei sich und unselbständig. Nichts ist der verschlingenden "Großen Mutter" lieber als die Nähe des Sohnes und der Atem der Tochter. Bloß keinen Anderen, der einem die eigenen Kinder wegnimmt. Der Verfall von Ordnung und Recht ist richtig, wenn er nur Infantile, Ewige Knaben und ewig große, verständige Frauen hervorbringt, die Amazonen der Neuzeit.


Literatur


1. Le Bon, G.: Zur Psychologie der Massen. Alfred Kröner Verlag, Stuttgart (1982)
2. Deutsches Ärzteblatt: Die Ulmer Denkschrift von 1965. Nr. 40 (2.10.1965), S. 2138-2141
3. Neumann, E.: Die Große Mutter, Eine Phänomenologie der weiblichen Gestaltungen des Unbewußten, Walter-Verlag, Olten, 5. Aufl. (1981)

 

 

 

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