Abstand nehmen mit Anstand

Grenze Dich von Deinen Eltern ab. Wenn es beidseits gelingt, mit Anstand. Wenn Du im Zorn auseinandergehst, ist das notfalls auch in Ordnung. Aber Ziel ist: Nimm Abstand mit Anstand. Denke an das vierte Gebot: Du sollst Vater und Mutter ehren, auf daß es Dir wohl ergehe. Doch, wenn es bei Dir nicht anders geht, wenn Du die völlige Trennung brauchst, bitte – so trenne Dich räumlich und telekommunikativ. Dies kann ein wichtiger Schritt für Deine Gesundung sein. Doch die eigentliche Trennung von Deinen Eltern erfolgt von ihnen, indem Du Dich von den verinnerlichten Elternbildern löst. Es sind die Dich bindenden, krankmachenden elterlichen Botschaften, Gebote, Verbote und frühkindliche Erlebnisse.
Der eigentliche heftige Abschied erfolgt bei einigen erst mit dem Tod der Eltern – da kannst Du schon 60 Jahre alt sein. Der Abschied kann Jahre dauern.

Manche haben Eltern, die süchtig sind, alkoholabhängig, Drogen nehmen, sexuellen Mißbrauch betrieben, Dich geschlagen, zur Großmutter abgegeben haben, weil sie infantil gewesen sind, oder Dich aus Geldgier, aus Kälte in eine Krippe abgeliefert haben, Dich alleingelassen haben. Da fällt es schwer, zu ehren oder zu lieben. Dennoch: Söhne Dich aus, wo es geht, doch halte Abstand mit Anstand. Falls es gut für Dich ist: Zweimal im Jahr sehen, alle 3 bis 6 Wochen telefonieren. Denke daran:

Du sollst Vater und Mutter ehren, auf daß es Dir wohl ergehe.

 

 

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